Zum Gästebuch
Aktuell | DeFi | Angebot | Aktionen | Historie | who-is-who | Freunde und Gönner | Adressen || Intern

 Geschichte des Roten Kreuzes

1828 8. Mai:
Geburt von Henry Dunant in Genf.

1859 24. Juni:
Schlacht bei Solferino.
Der eher zufällig anwesende Kaufmann Henry Dunant ist von der Not und dem Elend der auf dem Schlachtfeld Verwundeten tief erschüttert und organisiert mit Dorfbewohnern zivile Hilfe. Die Schlacht bei Solferino gilt als Auslöser für die weltweite Rotkreuzbewegung.

1862
Dunant verarbeitet und veröffentlicht seine Erlebnisse in dem Buch „Eine Erinnerung an Solferino“. Er berichtet von den Greueln des Krieges und fordert die Gründung von Hilfsgesellschaften, und zwar schon in Friedenszeiten und dauerhaft. Das ist das Neue! Deren Pflegepersonal soll neutral sein und alle Verwundeten gleichermaßen betreuen sowie unter internationalem Schutz stehen. "Gibt es während einer Zeit der Ruhe und des Friedens kein Mittel, um Hilfsorganisationen zu gründen, deren Ziel es sein müßte, die Verwundeten in Kriegszeiten durch begeisterte, aufopfernde Freiwillige, die für ein solches Werk besonders geeignet sind, pflegen zu lassen?"

1863
17. Februar:
Die Ideen Dunants finden zahlreiche Anhänger. In Genf wird am 9. Februar das „Komitee der Fünf“ gegründet, das am 17. Februar zu einem ersten Treffen zusammen kommt – die Geburtsstunde des heutigen „Internationalen Komitees vom Roten Kreuz“. Das Komitee lädt Vertreter der europäischen Staaten zu einer internatonalen Konferenz nach Genf ein, um sie von der Gründung nationaler Hilfsgesellschaften zu überzeugen.

26. Oktober
Erste Genfer Konferenz: Regierungsvertreter, Vertreter anderer Organisationen und Privatleute diskutieren die Ideen Dunants und die Vorstellungen des Komitees zur Gründung von freiwilligen Hilfsgesellschaften. Es werden 10 Resolutionen angenommen, u.a. zu einem gemeinsamen Kennzeichen für das Sanitätspersonals, die freiwilligen Helfer und die Verwundeten: Das Rote Kreuz auf weißem Grund.

12. November
Auf deutschem Boden wird die erste nationale Rotkreuzgesellschaft gegründet: der Württembergische Sanitätsverein.

1864
März
Die Rotkreuzarmbinde wird im deutsch-dänischen Krieg zum ersten Mal getragen.

22. August
Zweite Genfer Konferenz: 12 Landesvertreter erkennen die 10 Resolutionen, die auf der ersten Genfer Konferenz verabschiedet wurden, völkerrechtlich an. Dieser Vertrag regelt die Aufnahme und die Pflege von verwundeten Soldaten im Krieg. Diese so genannte erste Genfer Konvention ist die erste aller Genfer Konventionen und die Gründungsurkunde aller nationalen RK-Organisationen.

1866 11. November
Königin Augusta von Preußen gründet den Vaterländischen Frauenverein.

1910 30. Oktober
Dunant stirbt in Heiden am Bodensee (Schweiz)

1921 25. Januar
Zusammenschluss aller deutschen Landesvereine und Landesfrauenvereine zum Deutschen Roten Kreuz e.V. mit Sitz in Berlin

1925 27. Mai
Gründung des Jugendrotkreuzes (JRK) in Deutschland

1933
Das DRK wird nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten schrittweise gleichgeschaltet und nationalsozialistisch überformt.

1937 23./24. Dezember
„DRK-Gesetz“ und neue DRK-Satzung: Die Gliederungen des DRK werden aufgelöst und in die neue Einheit DRK überführt. Die Organisation wird nach dem „Führerprinzip“ strikt hierarchisch gegliedert. Das DRK verliert alle Wohlfahrtseinrichtungen, das JRK wird aufgelöst.

1939-1945
Im Zweiten Weltkrieg sind über 600.000 DRK-Kräfte im Einsatz, vor allem Frauen. Tätigkeitsfelder sind u.a. die Verwundetenhilfe, die Fürsorge für Kriegsgefangene, der Luftschutz, die Betreuung von Umsiedlern und Flüchtlingen sowie die Betreuung von Soldaten.

1945 September
Auflösung des DRK durch die Alliierten

1949 12. August
Neufassung und Erweiterung der Genfer Abkommen: Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten

1950 4. Februar
Neugründung des DRK in der Bundesrepublik Deutschland auf dem Rittersturz in Koblenz. Das DRK-Generalsekretariat hat seinen Sitz in Bonn.

195223. Oktober
Gründung des DRK in der DDR mit Sitz in Dresden

1990 9. November
Die sechs aus dem DRK der DDR neu gebildeten Landesverbände erklären ihren Beitritt zum DRK zum 1. Januar 1991.

2001 12. Februar
Das DRK verlegt seinen Dienstsitz von Bonn nach Berlin.

Quelle: DRK http://www.drk.de/ueber-uns/geschichte/zeitleiste.html

 Chronik des Ortsvereins

1974 begannen fünf junge Leute aus Asperg, einen Sanitätsdienst in Hemmingen aufzubauen. Bereits vor dem allerersten Erste-Hilfe-Kurs, der im Herbst 1974 stattfand, übernahmen sie Sanitätsdienst auf dem Sportplatz und bei Festveranstaltungen.
Im März 1975 wurde dann mit über 100 aktiven und passiven Gründungsmitgliedern der Ortsverein Hemmingen ins Leben gerufen.
Als 1. Vorsitzenden konnte man den damaligen Bürgermeister Heinrich Rathfelder gewinnen, der sich bis zu seinem Tode im Jahre 1985 für den Ortsverein engagierte. Die ersten Jahre waren vom Aufbau des Ortsvereins gekennzeichnet. Es galt, Helfer für den aktiven Bereich zu gewinnen und durch Veranstaltungen und Aktionen die notwendigen Mittel zu beschaffen. Darüber hinaus war man auch sehr an passiven Mitgliedern für die finanzielle Unterstützung interessiert. Durch eisernes Sparen, viel Einsatz und Engagement gelang es dem Ortsverein, nach und nach benötigtes Material und Ausrüstung, wie z.B. Tragen, Notfallkoffer, Hockerkocher, Decken, medizinisches Material vom Beatmungsbeutel bis zur Mullbinde, Einsatzbekleidung für die aktiven Mitglieder und dergleichen mehr, zu beschaffen. 1976 erhielt man von Herrn Sartor ein gebrauchtes Fahrzeug und aufgrund der guten finanziellen Lage und eines namhaften Zuschusses von Seiten der Gemeindeverwaltung konnte 1979 ein neues Einsatzfahrzeug gekauft werden. 1997 hatte dieser VW-Bus auch ein stolzes Alter erreicht und wurde durch ein neueres Gebraucht-Fahrzeug ersetzt.
Da das DRK Hemmingen seit seiner Gründung in den Räumen des Feuerwehrmagazins untergebracht war, konnte im April 1980 mit dem Bau einer Doppelgarage in Eigenleistung begonnen werden, der sich bis 1981 hinzog. Im Anschluß daran erfolgte, ebenfalls aus eigenen Mitteln, der Innenausbau des Dienstraumes. 1988 bezog man das Erdgeschoß des renovierten Alten Rathauses, wo der Ortsverein über ein Büro, einen großen Unterrichtsraum, Toiletten und eine Teeküche verfügt. Die Garage beim Feuerwehrmagazin ist mittlerweile im Besitz der Feuerwehr. Das Fahrzeug mit Anhänger und anderes Material sind in der Tiefgarage des Kleeblatt-Hauses untergebracht.

Die 90-er Jahre begannen für die Bereitschaft mit einer ausgeprägten Personalkrise, deren Wurzeln in den Jahren 1985 bis 1988 begründet waren. In diesen Jahren kam es, verursacht durch mannigfaltige Faktoren, zu einer Entwicklung, die drauf zusteuerte, daß eine der konträren Gruppen die Bereitschaft, bzw. den Vorstand, verlassen würde. Als die Auseinandersetzung 1988 zu Ende war und sich sowohl die Bereitschaftsleitung, als auch der Vorstand personell neu formierten, war die Bereitschaft außerordentlich geschwächt. Zum einen war die Anzahl der aktiven Mitglieder stark zurückgegangen, zum anderen war die neue Bereitschaftsführung mit der Leitung einer Bereitschaft noch weitgehend unerfahren.
Allen Kassandrarufen zum Trotz hat die Bereitschaft diese Krise gemeistert. Die ausgehenden 90-er Jahre haben bezüglich der Personalknappheit eine erhebliche Entspannung gebracht, so daß der Ortsverein zuversichtlich in die kommenden Jahre blicken kann.


Durch die personelle Umstrukturierung, den Umzug ins Alte Rathaus und den Wechsel in der Führung der Feuerwehr, etwa zum gleichen Zeitpunkt, wurde von beiden Seiten die Gelegenheit genutzt, das Verhältnis der Vereine, das bis dahin von kritischer Distanz geprägt war, zu verbessern, so daß heute zwischen der Freiwilligen Feuerwehr und dem DRK ein Verhältnis gegenseitigen Vertrauens und Kameradschaft besteht.

Natürlich sollte bei der Vereinsgeschichte auch das Jugendrotkreuz nicht fehlen, denn Jugendarbeit bereichert jeden Verein. 1977 wurde die erste Jugendrotkreuz-Gruppe gegründet. Leider ist es derzeit aus personellen Gründen nicht, möglich, eine Jugendrotkreuz-Gruppe anzubieten. Wir hoffen aber, dass dies in Zukunft wieder gelingen wird. Einige ehemalige Jugendrotkreuz-Mitglieder sind noch heute in der Bereitschaft aktiv.

Im Jahr 1998 wurde auch eine Seniorengymnastik-Gruppe ins Leben gerufen, die sich seither großer Beliebtheit erfreut. Mit ca. 28 Teilnehmern ist die max. Gruppenstärke erreicht. Ziel der Seniorengymnastik ist es, die Beweglichkeit der Senioren auch im fortgeschrittenen Alter zu erhalten. Dazu werden einmal Gymnastikübungen mit und ohne Handgeräte in der Neuen Sporthalle durchführt.

Im Jahr 2000 konnte der Ortsverein sein 25-jähriges Jubiläum mit einem Festakt begehen. Ca. 80 geladene Gäste aus Gemeinde und DRK konnten ein vielfältiges Programm aus Festrede, Darbietungen der Seniorengymnastik-Gruppe und des Jugendrotkreuzes verfolgen. Eine Ausstellung, musikalische Untermalung und ein gemeinsames Essen rundeten den gelungenen Abend ab.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte war die Aktion "Hemmingen gegen Leukämie", bei der in Zusammenarbeit mit der damaligen Lokalen Agenda-Gruppe, der Feuerwehr und der DKMS (Deutsche Knochenmark-Spenderdatei) in Hemmingen eine Knochenmark-Typisierungsaktion durchgeführt wurde.
Im Jahr 2002 wurden wir von 2 Damen der damaligen Lokale-Agenda-Gruppe angesprochen, die eine solche Aktion aufgrund eines an Leukämie erkrankten Hemminger Bürgers durchführen wollten. Den beiden fehlte allerdings zur Planung und Durchführung der personelle Hintergrund und sie fragten nach unserer Hilfe. Die Sommerferien 2002 verbrachten wir damit, etwas zu planen, von dem wir überhaupt keine Ahnung hatten. Wir versuchten neue Wege der Geldbeschaffung zu gehen, um durch Spenden, Benefizveranstaltungen und vieles mehr die unglaubliche Summe von € 26.000.-- zu beschaffen, was uns auch gelungen ist. Zum ersten Mal erlebten wir eine Art der Zusammenarbeit und Solidarität unter den Vereinen, Institutionen, Firmen und Hemminger Bürgern, die wir nie für möglich gehalten hätten. Egal wen wir fragten, uns zu helfen, am Aktionstag oder sonst wie: keiner hat abgelehnt, jeder war dabei.

2003 erhielten wir vom Katastrophenschutz einen LKW zur Verfügung gestellt, der auch entsprechend untergebracht werden musste. Unsere Unterbringungsmöglichkeit in der Kleeblatt-Tiefgarage war dafür nicht mehr geeignet. Mit einer großen Portion Glück fanden wir eine neue Garage "An den Wettenwiesen", die nun Platz für unser Einsatzfahrzeug, den Anhänger, den LKW sowie Regale und Schränke bietet.

Unser nächstes Projekt im Jahr 2004 hieß "Einsatzgruppe Bereitschaft". 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr nach Melderalarm mit der Feuerwehr auszurücken, wenn's im wahrsten Sinne des Wortes, brennt. Dazu war es notwendig, dass alle Aktiven ihre Dienstkleidung in der Garage lagern können und einen Schlüssel für die Garage erhält, Funkmeldeempfänger mussten beschafft werden usw. usw.

Der folgende große Coup war die Aktion "Hemmingen gegen den plötzlichen Herztod". Beginnend mit der Weihnachtsaktion 2005 wurde intensive Aufklärungsarbeit in dieser Richtung betrieben. Ziel war es, in Hemmingen 6 Defibrillatoren zu beschaffen und diese an verschiedenen Stellen in unserer Gemeinde für jedermann zugänglich anzubringen. Die benötigten € 15.000.-- hatten wir durch Spenden (ein Gerät wurde von der Gemeinde übernommen, eines komplett von der Neuapostolischen Kirche) binnen weniger Wochen beisammen, sodass die Defis im März 2006 offiziell in den Dienst der Hemminger Bürger gestellt werden konnten.

Um den gestiegenen finanziellen Anforderungen gerecht zu werden, führen wir seit 2008 Altpapier- und Altkleider-Sammlungen durch. Über Ihre Unterstützung hierbei würden wir uns sehr freuen.

Seit einigen Jahren dürfen wir stolz auf unsere Mitglieder-Entwicklung zurückblicken. Der aktive Teil, also die Bereitschaft besteht derzeit aus 20 Frauen und Männern aus allen Altersgruppen.

Zum Seitenanfang!

Henry Dunant
Ortsverein Hemmingen